Monatsarchiv für Juni 2010

Ist erst einmal ein passendes Thema für das eigene eBook gefunden, steht man schon vor der nächsten Hürde, der Umsetzung. Früher war das recht leicht, einfach die Schreibmaschine ausgegraben, die bis Dato auf dem Dachboden verstaubte, losgeschrieben und das Manuskript zu einem Verlag geschickt, der sich dann um das Layout und alles Andere gekümmert hat, sofern das Buch den Ansprüchen genügte. In Zeiten der eBooks muss man sich meist um alles selbst kümmern.

Was muss die Software können?

Nun, nicht ganz alleine, es gibt eine Reihe nützlicher Programme, welche einen dabei unterstützen. Diese müssen im Wesentlichen drei Aufgaben erfüllen.

  1. Zum einen, benötigt man eine Software zum Planen und Schreiben des Buches, denn wer kann schon immer alle Charaktere, Szenen und Einzelheiten im Überblick behalten?
  2. Dann benötigt man noch ein Programm, welches zumindest eine grobe Rechtschreibkorrektur vornimmt und mit dem man das Layout festlegen kann.
  3. Zu guter Letzt muss noch ein Cover erstellt und je nach Buch die ein oder andere Grafik oder Illustration eingefügt werden.

Welche Programme erfüllen diese Aufgaben?

Wer jetzt denkt, dass nur teure Profi-Software, wie InCopy, InDesign oder Photoshop von Adobe und Co diese Anforderungen erfüllt liegt nicht ganz richtig, denn mittlerweile gibt es auch ziemlich gute, frei erhältliche Lösungen für dieses Problem. Eine mögliche Freeware-Komposition die alle Aufgaben erledigen kann, könnte wie folgt aussehen.

Die inneren Werte – Planen und Schreiben

Am Anfang der Umsetzung steht ein detaillierter Masterplan. Wer dabei nicht auf Papier und Stift zurückgreifen möchte, um ein Papierchaos am Schreibtisch zu vermeiden, dem hilft das Mindmap Tool XMind. Damit lassen sich relativ einfach gute, übersichtliche Mindmaps erstellen und Ideen festhalten. Ein großer Vorteil: Die Suche nach bestimmten Punkten fällt am PC – Dank Suchfunktion – wohl leichter als in dem Wirrwarr einer Blattsammlung.

Ist der Plan erstellt, folgt der Part des Schreibens. Auch hier gibt es ein sehr nützliches frei erhältliches Programm, nämlich yWriter. Diese Software ermöglicht es Charaktere, Orte, Gegenstände und andere Details zu speichern, um beim Schreiben stets den Überblick über die Einzelheiten zu behalten. Dieses Programm ist vor allem für Autoren von Sachbüchern nützlich, Sachbuch Schreiber sollten besser gleich zu Open Office greifen.

Ein wenig Kosmetik – Layout und Rechtschreibung

Möchte man den so geschriebenen Text nun nicht einfach so veröffentlichen, muss er noch ansehnlich formatiert werden. Für diesen Vorgang eignet sich das kostenlose Pendant zu Microsofts Word, der Writer von Open Office. In diesem Programm kann man nun mit Hilfe verschiedenster Seiten-, Absatz-, Zeichen-, Nummerierungs- und Rahmenvorlagen seinen Text einheitlich gestalten. Außerdem lassen sich damit auch Inhalts-, Literatur- und Stichwortverzeichnisse erstellen,  so wie Seitenzahlen und Zierelemente hinzufügen.

Open Office Writer erfüllt gleichzeitig noch eine weitere Aufgabe, eine einfache Rechtschreibprüfung, welche dabei hilft grobe Fehler zu vermeiden. Einen guten Gegenleser ersetzt diese Prüfung jedoch nicht.

Noch was fürs Auge – Cover und Illustrationen

Jedes gute Buch benötigt heut zu tage auch ein ansprechendes Cover. Um dieses zu gestalten braucht man nicht unbedingt Photoshop oder CorelDraw, auch hier findet sich in der Freeware-Sparte ein ähnlich gutes Programm, namens GIMP. Ein schönes Bild, den Titel drauf und ein, zwei aufregende Effekte. Doch hier ist bei GIMP, das ähnlich viele Funktionen wie das große Vorbild Photoshop bietet, noch lange nicht Schluss. So lassen sich mit dem Programm auch, fast spielend leicht, anschauliche Illustrationen und andere interessante Grafiken erstellen.

Zum Schluss muss man das Ganze noch in das PDF-Format bringen, damit man das Buch auf jedem Computer und den meisten mobilen Geräten mit dem Adobe Acrobat-Reader lesen kann. Das geht mit einem Knopfdruck in OpenOffice, oder mit FreePDF, welches einen virtuellen Drucker erstellt, der PDF-Dateien ausgibt.

Zusammenfassung

Hier noch einmal alle beschriebenen Programme:

  • XMind
  • yWriter
  • OpenOffice
  • GIMP

Abschließend bleibt nur noch eines zu sagen: Viel Spaß beim Schreiben!

admin

Das iPad in Deutschland

Das neueste Hype-Gerät von Apple ist in etwa so groß wie ein DIN A4-Blatt, kommt mit drei verschieden großen Festplatten (Flashspeicher) und gegen einen deutlichen Aufpreis auch mit UMTS-Unterstützung. Die Rede ist natürlich vom neuen iPad, das seit dem 28. 05. 2010 nun endlich auch in Deutschland erhältlich ist. Es kostet hier zu Lande in der Basisausstattung bereits etwas mehr als ‘n “Apple” und ‘n “i”, nämlich 500 €, was das iPad als reinen eBook-Reader relativ teuer macht, aber zum Glück kann es ja doch etwas mehr.

Apfel und Ei

Beim Lesen von Magazinen, Comics oder anderen ausgeschmückten, bunten Zeitungen kann das iPad zum Beispiel auch Videos wiedergeben, sowie farbige Bilder und Grafiken anzeigen, was einen “nackten” Text doch erheblich aufbessert. Außerdem kann es dank seiner hohen Rechenleistung und  auch Animationen darstellen und über verschiedenste Eingabemöglichkeiten mit dem Benutzer interagieren. Dies erlaubt Autoren anspruchsvolle Designs zu kreieren, wie das folgende Video eindrucksvoll demonstriert.

Ein weiterer Nachteil neben dem etwas gehobeneren Preis, der gegen eine Verwendung als reinen eBook-Reader sprechen könnte, ist das doch leicht unhandliche Format (25cm Diagonale) und das höhere Gewicht von rund 700 Gramm.

Um das iPad also nur als Ebook-Reader zu nutzen ist es wohl einfach zu unpraktisch und zu teuer. Außerdem lassen sich Romane und andere, rein textliche Werke auf speziellen eBook-Readern mit E-Ink-Display auf Dauer wahrscheinlich angenehmer lesen. Aber als Entertainment-Gerät mit eBook-Funktion ist das iPad einfach ungeschlagen, auch wenn man wegen der ganzen Ablenkungen, wie Browser und Spiele, wohl ehr weniger zum Lesen kommen wird.

Preistabelle für das iPad

Im Gegensatz zum iPhone ist das iPad nicht an einen festen Anbieter gebunden und ist deshalb in so ziemlich jeden Elektrofachhandel erhältlich und wird natürlich auch im offiziellen Apple Store verkauft. Die Datentarife für die UMTS-Unterstützung werden seperat verkauft. Die Flatrates sind bereits ab 25 € pro Monat zu haben. Nährere Informationen dazu stehen ebenfalls auf der Apple Store Website.